In meiner eigenen beruflichen Geschichte und den Aufgaben in verschiedenen Unternehmen existierte Körperlichkeit bis vor wenigen Jahren fast ausschließlich in Form von zwei Themen: Gesundheit und Ernährung. Allzu oft hatten beide Bereiche eine niedrige Priorität.

Natürlich war mein physischer Körper immer mit dabei: Von einem Meeting zur nächsten Konferenz, rein und raus in den Flieger, von einem Kunden zum nächsten Projekt. Eng getaktet und mit hoher Performance ging das so über viele Jahre. Gefordert waren vor allem Knowhow, Erfahrungen, Umsetzungsstärke, Strukturen und ähnliche Leistungen meines „Kopfes“.

Bewusste Körperwahrnehmungen, z.B. bei Gesprächen mit Kunden oder Mitarbeitern, waren meist beschränkt auf sichtbare Signale der Körpersprache und deren Interpretation. Oft war es auch meine unbewusste Intuition zu körperlichen Signalen, die mich geleitet hat. Körperliche Erholung hieß sportliches „Auspowern“ oder (manchmal Davon-) Laufen beim Joggen.

Dass Körperraum und Verkörperung sehr viel mehr ist als physische Präsenz, erfahre ich in den letzten Jahren. Dies vor allem im Rahmen meiner persönlichen Entwicklung und Tätigkeit als Berater, Coach und Begleiter in Veränderungsprozessen. Eine wichtige Erkenntnis, die ich ganz persönlich und am eigenen Leib erlebe. Wenn ich statt „im Kreis zu denken“ eine langsame „Runde in der Natur drehe“ und im Gehen neue Ideen auftauchen. Oder wenn in der Konzentration im QiGong durch Loslassen eine neue Ausrichtung entsteht. Neben meiner Gedankenwahrheit wächst mehr und mehr eine Körperintelligenz heran.

Für meine Klienten und mich entstehen verschiedene Wirkungen, je nachdem mit welcher Körperpräsenz und Ausrichtung ich „da“ bin. Unsere Zusammenarbeit wird davon beeinflusst, wie ich mich bewusst verbinde, einbringe oder begrenze. Und natürlich gilt dies auch für meine privaten Beziehungen.

ZOE-Christiane WIndhausenSolche Wirk-Zusammenhänge und mehr beschreibt Christiane Windhausen ganz praktisch und verständlich im Blog und Ihrem Artikel in der ZOE über die Macht körperlicher Wirkung im Change Management. In den Ausführungen zum „atmosphärischen Feld mit transformatorischer Wirkung“ finde ich einleuchtende Erklärungen für erlebte schwierige Situationen aus meiner eigenen Führungsgeschichte. Und gleichzeitig bekomme ich umsetzbare Tipps und Wissen, wie es mit Bewusstsein und veränderter Haltung anders gehen kann.

Was trifft „Ihren Nerv“,  wenn es um Körperlichkeit im Unternehmen geht?